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Osteoporose und Milch

Ich bin 69, leide an Osteoporose (Knochenschwund, Anm. d. Red.) und soll vom Spezialisten verschriebene Medikamente nehmen. Nun wird überall geschrieben,
auch Milch sei gut gegen meine Krankheit. Das Problem ist jedoch, dass mir Milch nicht gut tut: Wenn ich Milch trinke, leide ich anschliessend an Verdauungsstörungen. Gibt es – ausser Medikamenten – keine Ernährung gegen Osteoporose?

Bis etwa zum dreissigsten Lebensjahr wird Knochenmasse aufgebaut. So lange kann eine gezielte Ernährung gegen Osteoporose eine gute Wirkung haben. In Ihrem Fall empfehle ich Ihnen also, sich auf den Rat Ihres Spezialisten zu verlassen – was natürlich nicht heisst, dass die Ernährung für Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit allgemein keine Rolle spielt!

Im Allgemeinen gilt folgendes: Wer bei seiner Ernährung auf die Osteoporose Rücksicht nehmen will, kommt gut ohne Milch und Milchprodukte aus. Die Wirkung von Milch ist ohnehin umstritten: Es gibt Kulturen, in den kaum Milchprodukte konsumiert werden und Osteoporose trotzdem sehr selten ist. Wichtig ist, dass der Kalziumbedarf mit anderen kalziumreichen Nahrungsmitteln wie etwa Sojabohnen, Grünkohl, Fenchel, Brokkoli, Lauch u.a. abgedeckt wird.

Risikofaktoren für Osteoporose sind genetisch, hormonell, ernährungsbedingt und von äusseren Umständen bestimmt (Bewegungsmangel, zu wenig UV-Exposition, Tabak-, Alkohol- und Kaffeekonsum, bestimmte Medikamente, Untergewicht). Auch bei Vitamin-C- und -D-Mangel und bei zu viel Phosphor und Magnesium leidet der Kalzium-Aufbau in den Knochen. Viele tierische Eiweisse (Fleisch, Eier, Milch) in der Nahrung führen zu einer Übersäuerung, was den Kalziumverlust steigert. Übrigens: Auch wer seine Knochen nicht bewegt, läuft Gefahr, Knochenmasse zu verlieren!

Dr. Bruno Gröbli, Chiropraktor

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Neurologie
Lehre von den Nerven und Nervenkrankheiten, deren Erkennung und Behandlung. Neurologische Untersuchungen sind auch wichtiger Bestandteil der chiropraktischen Untersuchung und Behandlung.

(aus dem Rückenlexikon)