|
Vor drei Monaten habe ich eine Tochter zu Welt gebracht; seitdem leide ich unter Schmerzen beim Sitzen. Die Schmerzen seien normal und würden von selbst bessern, wurde mir im Spital versichert. Sechs Wochen nach der Geburt erklärte mir mein Frauenarzt, dass die Schmerzen durch das Steissbein verursacht werden, das bei der Geburt verletzt worden sei. Ich solle mich schonen und auf weichen Unterlagen sitzen. Anders könne man diese Schmerzen nicht behandeln. Tritt keine Besserung ein, käme auch eine Operation in Frage. Gibt es keine andere Therapiemöglichkeiten? Muss ich bei der nächsten Geburt wiederum mit Problemen rechnen, und wie lange muss ich warten, bevor ich wieder schwanger werden darf?
Steissbein-Schmerzen nach einer Geburt sind meist auf eine Zerrung der Bänder zwischen Steissbein und Kreuzbein zurückzuführen und heilen oft von selbst.
Wird das Steissbein durch die Passage des Kopfes des Kindes zu stark bewegt, kann das Steissbein in einer abnormalen Stellung verharren. Man nennt dies eine Subluxation (Fehlstellung) des Steissbeins.
Steissbein-Schmerzen dieser Art können chiropraktisch meist sehr gut behandelt werden. Oft genügen zwei bis drei Behandlungen, bis Sie wieder vollständig schmerzfrei sind. Es ist jedoch sehr gut möglich, dass bei der nächsten Geburt wiederum Probleme mit dem Steissbein auftreten, die natürlich wieder chiropraktisch behandelt werden könnten. Einer erneuten Schwangerschaft steht grundsätzlich nichts im Wege, aber lassen Sie Ihr Steissbein-Problem vor der nächsten Schwangerschaft behandeln!
Dr. Daniel Mühlemann, Chiropraktor zurück
|

|
|