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Was hilft gegen Schmerzen: Kälte oder Wärme? Die verschiedenen Ratschläge, die man erhält, widersprechen sich oft – was darf ich als Hausmittel zur Schmerzlinderung anwenden?
Die Faustregel lautet: Bei akuten Schmerzen in Gelenken und Muskeln immer zuerst Kälte, denn Entzündungen dürfen nie mit Wärme bekämpft werden. Kälte lindert Schmerzen und verbessert Heilungschancen und Heilungsverlauf bei Verstauchungen, Zerrungen, Prellungen, Verrenkungen, Schwellungen, Blutergüssen und Quetschungen.
Wärme hilft bei lange andauernden, nicht entzündlichen Beschwerden der Muskulatur und bei Abnützungs-Gelenkschmerzen.
Zehn Minuten intensive Kälte und zwanzig Minuten Wärme von maximal 50 Grad Celsius sollten Sie nicht überschreiten.
Kälte- oder Wärmequellen dürfen nie unter, sondern müssen auf den Körper gelegt und von der Haut mit einer trockenen Isolierschicht – etwa einem Frotteetuch – getrennt werden. Wer an ungenügender Durchblutung oder an Empfindungsstörungen von Haut oder Gliedern leidet, sollte sich beim Anwenden von Wärme oder von Kälte besonders vor Verbrennungen beziehungsweise vor Erfrierungen (Frostbeulen) hüten. Die Kältequelle wird sofort entfernt, wenn die Haut nach einigen Minuten unempfindlich wird.
Kälte und Wärme wirken rasch und ohne Nebenwirkungen. Allerdings sind der Selbstbehandlung Grenzen gesetzt: Starke oder länger andauernde Beschwerden müssen so rasch als möglich vom Chiropraktor oder vom Arzt behandelt werden.
Dr. Daniel Mühlemann, Chiropraktor zurück
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