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Warum eigentlich Pro Chiropraktik?

Was können 50 Personen in der Schweizer Gesetzgebung bewegen? Fast nichts. Auch wenn sie erwiesenermassen gute Leistungen erbringen: Man überrollt sie, schiebt sie zur Seite und achtet drauf, dass Ihnen keine «Brösmeli» vom grossen Kuchen abfallen.

So ging es den Chiropraktoren und ihren Patienten – früher.

Die Chiropraktoren waren schlecht gestellt und mit ihnen ihre Patienten. Dass Chiropraktoren in zahllosen Fällen Patienten geholfen haben, die vorher jahrelang erfolglos behandelt wurden, war den Gesetzesmachern der 50er Jahre egal. Es ging in deren Augen ja nur um kleine Fische, um 50 Praxen und ein paar tausend Patienten. Und die waren damals noch nicht so wichtig...

Dann aber formierte sich die Patientenorganisation Pro Chiropraktik. Viele Patienten hatten genug davon, ständig übergangen zu werden. Pro Chiropraktik forderte die gesetzliche Anerkennung der Chiropraktik. Innert weniger Wochen kam die sagenhafte Zahl von 400 000 Unterschriften zusammen! Vierhunderttausend Unterschriften! Ein Erfolg, der die vielen Interessen- und die paar Volksvertreter in Bern aufhorchen liess. Wann schon kommen innert kurzer Zeit so viele Unterschriften zuammen!

Und flugs wurde die Chiropraktik anerkannt: Mit so vielen Bürgerinnen und Bürgern hat man sich denn doch nicht anlegen wollen.

Heute ist die Chiropraktik gesetzlich anerkannt, der Zugang zur nächsten Praxis ist unkompliziert, und die Krankenkassen und Versicherer tragen die Behandlungskosten. Die Patienten und ihr Verein Pro Chiropraktik haben sich das erkämpft!

Doch es ist keine Zeit, die Hände in den Schoss zu legen. Im Gesundheitswesen wehen rauhe Winde. Obwohl die Schweizer Chiropraktoren kostenbewusst arbeiten, obwohl die Kosten für chiropraktische Leistungen praktisch stabil sind: Der Druck auf die Chiropraktik wird grösser und grösser.

Immer mehr werden unsere Kompetenzen beschnitten, die Abläufe werden komplizierter, der Aufwand für die Administration wächst und wächst, für die Patienten bleibt immer weniger Zeit.

Die ungewisse politische Situation verunsichert Patienten und begabte junge Leute: Es könnte bald an Chiropraktoren-Nachwuchs mangeln! Wer will schon viel Zeit und Geld für eine lange Ausbildung aufwenden, wenn es nicht sicher ist, ob in ein paar Jahren überhaupt noch Praxen eröffnen werden dürfen?

Dieselbe Ungewissheit führt zu verständlicher Zurückhaltung bei Investitionen vor allem in technologisch anspruchsvolle Geräte. Investieren können nur noch Institutionen, die von der unsicheren Zukunft der Grundversicherung weniger abhängig sind. Finanziell aufwändige Spitzenmedizin konzentriert sich heute mehr und mehr in den Privatkliniken. Dass dabei auch die Qualität der ambulanten Medizin leidet, liegt auf der Hand.

Man könnte fast glauben, es ginge darum, alle Fehler zu wiederholen, die man in anderen Ländern heute wieder rückgängig machen möchte. Ich wünschte mir, dass diese Fehler nicht wiederholt würden. Unsere Patientinnen und Patient sollen Ihren Arzt und Ihren Chiropraktor auch in Zukunft frei wählen können. Sie sollen nicht befürchten müssen, dass Beamte entscheiden, wie und wie lange man sie behandelt, und sie sollen sich nicht in den Bankrott zahlen müssen.

Einzelne bewegen in der Gesetzgebung wenig. Sie werden zur Seite geschoben, wie früher. Deshalb braucht es gerade heute eine starke Patientenvereinigung, die sich für Ihre Rechte einsetzt.

Pro Chiropraktik ist die grösste Patientenorganisation der Schweiz. Sie sorgt dafür, dass Sie und Ihre Rechte als Patient nicht vergessen und missachtet werden.

Sind Sie schon Mitglied?

Februar 2001

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Trigger-Punkt
Lokale, kleine schmerzhafte Muskelverkrampfung, die auch Schmerzen an entfernten Körperstellen verursachen kann.

(aus dem Rückenlexikon)