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Schweizerische Akademie für Chiropraktik

1985 haben die Schweizer Chiropraktoren die heutige Schweizerische Akademie für Chiropraktik (vormals: Institut) gegründet – im Wissen, dass die Weiterbildung und eine ständige und obligatorische Fortbildung unerlässlich sind für die hohe Qualität der Chiropraktik. Seit Beginn wird diese Institution weitgehend von den Chiropraktorinnen und Chiropraktoren selbst und damit nur wenig durch öffentliche Gelder finanziert.

2007 wurde eine organisatorische Umstrukturierung am damaligen Institut zur Anpassung an die neue Ausbildung an der Universität Zürich und das am 1. September 2007 in Kraft getretene neue Medizinalberufegesetz erforderlich. Das Institut wurde zur Schweizerischen Akademie für Chiropraktik.

Ausbildung und Weiterbildung
In der Schweiz wird erstmals ab Herbst 2008 die chiropraktische Ausbildung an der Universität Zürich angeboten. Auch weiterhin kann man Chiropraktik an einer der 16 Hochschulen im Ausland studieren, die vom Eidgenössischen Departement des Innern anerkannt sind. Voraussetzung für das zehnsemestrige Studium im Ausland ist ein einjähriges medizinisches Vorstudium in der Schweiz oder ein Äquivalent, das 60 ECTS entspricht.

Dem Studium in der Schweiz oder im Ausland folgt eine mindestens zweijährige klinische Assistenzzeit in der Schweiz mit regelmässiger Weiterbildung an der Schweizerischen Akademie für Chiropraktik in Bern. Dabei werden Kenntnisse vertieft, klinische Erfahrungen gesammelt und die Assistentinnen und Assistenten mit dem schweizerischen Gesundheitswesen vertraut gemacht. Danach können die jungen Chiropraktorinnen und Chiropraktoren die eidgenössische Fachprüfung ablegen, ihre Praxis eröffnen und ihre Fähigkeiten dem Schweizer Gesundheitswesen zugute kommen lassen.

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Fortbildung
In der Organisation und Durchführung der obligatorischen «Continuing Education Convention» und anderer Fortbildungsanlässe spielt die Akademie für Chiropraktik eine Schlüsselrolle: An der Akademie laufen Forschungsergebnisse aus den besten Hochschulen zusammen, die an die Praxis weitergegeben werden.

Zusammenarbeit
Die Akademie für Chiropraktik stellt den Wissensaustausch und die interdisziplinäre Zusammenarbeit sicher. Zahlreiche Kontakte mit Institutionen und Spezialisten vor allem der Orthopädie, Neurologie, Rheumatologie und inneren Medizin garantieren, dass der Patient vom neusten Stand der Wissenschaft profitiert.

Bibliothek und Dokumentation
In der Akademie wird die einzige Bibliothek der Schweiz geführt, die sich in dieser Tiefe mit chiropraktischen Themen beschäftigt.

Zukunft und Forschung
Für die Zukunft der Chiropraktik spielen die Akademie für Chiropraktik in Bern und die Universität Zürich eine wichtige Rolle: Wie werden sich Prävention und Therapie von Beschwerden des Bewegungsapparates entwickeln, wie können dem Patienten noch bessere Lösungen angeboten werden? Nationale und internationale Forschungsprojekte werden Antworten auf diese Fragen gefunden. Eines der jüngsten Beispiele ist das NFP (Nationales Forschungsprojekt) 26 «Rückenschmerzen» des Schweizerischen Nationalfonds, in dem die Akademie für Chiropraktik (ehem. Schweizerisches Chiropraktik-Institut) mitgewirkt hat.

Verschiedene internationale und nationale Forschungsprojekte befassen sich mit den Teilbereichen des Bewegungsapparates.

Die Aktivitäten der Akademie für Chiropraktik werden hauptsächlich von den Chiropraktorinnen und Chiropraktoren selber finanziert.

Aus-, Weiter- und Fortbildungsverantwortliche
Departement Bildung im Vorstand der ChiroSuisse: Dr. Bea Wettstein
Schweizerische Akademie für Chiropraktik: Dr. Cindy Peterson, Direktorin


Mobilisation
Massnahmen, die dazu dienen, die Beweglichkeit von Gelenken zu verbessern (Chiropraktik, Gymnastik, Massagen, aktive Physiotherapie usw.).

(aus dem Rückenlexikon)