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Eine wachsende Zahl von Hochleistungs- und Freizeitsportlerinnen und -sportlern profitiert von den Erfolgen der Chiropraktik in Prävention, Behandlung, Beratung und Betreuung. Das «Rückenforum» wirft einen Blick auf diese Disziplin der wissenschaftlichen Heilkunde, die weitgehend ohne Chirurgie und Medikamente arbeitet.
«Chiropraktoren sind Spezialisten für den Bewegungsapparat – und Bewegung ist Grundlage jeder sportlichen Aktivität!» So erklärt Dr. Jean-Pierre Cordey, Chiropraktor in Bern und Vorstandsmitglied von ChiroSuisse, der schweizerischen Chiropraktoren-Gesellschaft, seine besondere Verbindung zum Sport.
Zwischen Sportler und Chiropraktor ist die Zusammenarbeit besonders eng: Bei Leistungssportlern wird meist auch der Trainer ins Management der Behandlung einbezogen. Der Chiropraktor analysiert Bewegungsabläufe und ortet Schwachstellen, die zu Schäden an Muskeln, Sehnen, Bändern und Gelenken führen können, wenn sie nicht korrigiert werden. Diese Korrekturen verbessern die sportliche Leistung und sind eine der Grundlagen für späteren Erfolg.
Besonders gefragt ist der Chiropraktor, wenn etwas nicht nach Plan gelaufen ist und Beschwerden rasch beseitigt werden müssen. Noch wichtiger aber ist die Prophylaxe: Mit gezieltem Training werden Schwachstellen behoben, damit es auch bei grossen Belastungen gar nicht erst zu Verletzungen kommt. Es liegt auf der Hand, dass davon auch Freizeitsportler profitieren.
Zahlreiche der 250 Schweizer Chiropraktoren haben sich spezialisiert auf die Sportlerbetreuung. Zusammengeschlossen sind sie in der Schweizerischen Gesellschaft für Sportchiropraktik. Deren Mitglieder sind regelmässig als Betreuer an wichtigen Wettkämpfen anwesend. Dr. Jean-Pierre Cordey: «Immer mehr Sportler und Mannschaften lassen sich auch im Trainingsalltag von einem Chiropraktor begleiten.»
Die vier Säulen der Chiropraktik
Gefragt nach einem passenden Lexikoneintrag, meint Dr. Jean-Pierre Cordey: «Die Chiropraktik ist eine ganzheitliche natürliche Heilmethode, die die Gesundheit des Menschen wiederherstellt, unterstützt und fördert. Sie beseitigt Störungen im Nervensystem mit genau dosierten manuellen Impulsen auf die Wirbelsäule. Dabei ist die Hand das wichtigste ‚Werkzeug´ des Chiropraktors.»
Alltag des Chiropraktors ist die ganzheitliche Diagnose, die Behandlung, Prophylaxe und Rehabilitation von Funktionsstörungen und schmerzhaften Syndromen des Bewegungsapparates und deren biomechanischen und neurophysiologischen Folgen.
Funktionsstörungen des Bewegungsapparates führen zu vielfältigen Beschwerden, zu Einschränkungen der Gelenkbeweglichkeit und der Nervenfunktion, zu Verkrampfungen der Muskeln und zu Schmerzzuständen. Lokale Beschwerden wie «Halskehre», Hexenschuss oder Ischias hängen oft mit Kopfschmerzen, Schwindel, ausstrahlenden Schmerzen in Beine und Arme zusammen. Auch scheinbare Organbeschwerden wie «Schein-Herzbeschwerden» können ihren Ursprung in der Wirbelsäule haben.
Die statischen und dynamischen Störungen des Bewegungsapparates, die chiropraktisch behandelt werden, sind kurz- und langfristige Folgen mechanischer oder neurophysiologischer Veränderungen nach Krankheit, Unfall und Abnützung. Hexenschuss, Diskushernie und Schleudertraumata können ebenso chiropraktisch betreut werden wie etwa die abnützungsbedingte Arthrose.
Nach der üblichen manuellen Behandlung ist die Zusammenarbeit mit dem Patienten nicht beendet – besonders nicht, wenn der Patient ein Leistungssportler ist. Die vier Säulen der Chiropraktik – Diagnose, Behandlung, Beratung und Betreuung – schliessen auch die Prävention mit ein: Was soll der Patient tun, um seinen Bewegungsapparat angemessen zu trainieren und zu schonen?
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